A-Dur-Akkord auf der Gitarre richtig greifen

18. September 2026

Falsche und richtige Haltung beim Greifen einer E-Gitarre. Der Daumen liegt hinter dem Hals, die Finger drücken die Saiten sauber.

Inhaltsverzeichnis

Der A-Dur-Akkord gehört zu den wichtigsten Griffen für die Liedbegleitung auf der Gitarre. Ich zeige dir die einfache offene Form, sinnvolle Barré-Varianten, typische Fehler und Akkordfolgen, mit denen du sofort üben kannst.

Mit diesen Grundlagen gelingt A-Dur deutlich schneller

  • Griffbild: Die offene Form lautet X02220.
  • Saiten: Die tiefe E-Saite bleibt ungespielt, die übrigen fünf Saiten klingen.
  • Fingertechnik: D-, G- und H-Saite liegen gemeinsam im zweiten Bund.
  • Klang: A-Dur wirkt hell, offen und eignet sich besonders für Pop, Rock und Folk.
  • Übung: Akkordwechsel zu D-Dur und E-Dur bringen schnell musikalische Fortschritte.

Was den A-Dur-Akkord musikalisch ausmacht

Der Akkord besteht aus den drei Tönen A, Cis und E. A ist der Grundton, Cis die große Terz und E die Quinte. Genau diese große Terz sorgt dafür, dass der Griff hell und freundlich klingt, während ein A-Moll-Akkord deutlich dunkler wirkt.

In der Tonart A-Dur gehören die Töne A, H, Cis, D, E, Fis und Gis zur Tonleiter. Für die Gitarrenpraxis reicht zunächst die wichtigste Information: A-Dur passt besonders gut zu D-Dur und E-Dur. Diese drei Akkorde bilden eine der klassischsten Grundlagen für Begleitungen.

So greifst du die offene Form sauber

Die gebräuchlichste Variante wird als X02220 notiert. Das X bedeutet, dass die tiefe E-Saite nicht angeschlagen wird. Die A-Saite bleibt leer, während du D-, G- und H-Saite im zweiten Bund greifst. Die hohe e-Saite bleibt ebenfalls leer.

  1. Setze einen Finger auf die D-Saite im zweiten Bund.
  2. Greife die G-Saite ebenfalls im zweiten Bund.
  3. Greife die H-Saite im zweiten Bund.
  4. Schlage ab der A-Saite langsam über fünf Saiten an.

Viele Anfänger drücken zu stark und verspannen dabei die Hand. Ich empfehle, zunächst jede Saite einzeln anzuzupfen. Klingt eine Saite dumpf, liegt meistens ein Finger zu flach und berührt die benachbarte Saite.

Für die drei Töne im zweiten Bund gibt es mehrere Fingersätze. Du kannst Zeige-, Mittel- und Ringfinger verwenden oder mit einem Finger ein kleines Barré über D-, G- und H-Saite legen. Die Drei-Finger-Variante ist am Anfang meist übersichtlicher, während das kleine Barré spätere Akkordwechsel erleichtern kann.

Offene Stellung oder Barré-Griff

Die offene Form klingt luftig und ist für Anfänger die beste Wahl. Ein Barré-Griff bietet dagegen mehr Beweglichkeit auf dem Griffbrett und funktioniert auch dann, wenn du den Akkord in andere Tonarten verschieben möchtest.

Variante Griffbild Stärke Typische Schwierigkeit
Offener A-Dur X02220 Heller Klang, leicht in Liedbegleitungen einsetzbar Die drei Töne im zweiten Bund dürfen sich nicht gegenseitig berühren
Kleines Barré X02220 mit einem Finger über drei Saiten Schnelle Wechsel und kompakter Fingersatz Gleichmäßiger Druck auf alle drei Saiten
A-Dur als E-Form 577655 Auf dem gesamten Griffbrett verschiebbar Der Zeigefinger muss sechs Saiten sauber abdecken

Der verschiebbare Barré-Griff auf dem fünften Bund ist praktisch, wenn du in einer Band einen kräftigeren, geschlosseneren Klang brauchst. Für das Spielen am Lagerfeuer oder zur Begleitung eines Gesangs würde ich trotzdem meist die offene Form wählen, weil sie natürlicher und weniger angestrengt klingt.

Mit diesen Akkordfolgen wird der Griff musikalisch

Ein einzelner Akkord bleibt eine Fingerübung. Erst in einer Folge hörst du, wie gut A-Dur funktioniert. Beginne mit langsamen Viertelnoten und wechsle erst dann zu einem regelmäßigen Schlagmuster.

Akkordfolge Charakter Worauf du achten solltest
A-Dur - D-Dur - E-Dur Klassisch, offen und sehr vielseitig Der Wechsel zwischen A und D gelingt meist besonders schnell
A-Dur - E-Dur - D-Dur - A-Dur Typisch für Pop, Rock und Folk Den Takt nicht beim Umgreifen verlieren
A-Dur - Fis-Moll - D-Dur - E-Dur Etwas emotionaler und voller Fis-Moll verlangt meist mehr Kraft und Genauigkeit

Für den Anfang reicht ein Abschlag pro Zählzeit. Später kannst du ein Muster wie Abschlag, Abschlag-Aufschlag, Aufschlag-Abschlag-Aufschlag probieren. Entscheidend ist nicht die Geschwindigkeit, sondern ein gleichmäßiger Puls.

Ich übe neue Wechsel gern zunächst ohne die rechte Hand. Greife A-Dur, löse die Finger, greife wieder A-Dur und wiederhole das etwa zehnmal langsam. Danach kommt D-Dur hinzu. Diese kurze Vorbereitung fühlt sich unspektakulär an, bringt aber oft mehr als hektisches Durchspielen eines ganzen Songs.

Die häufigsten Fehler beim Greifen

Der häufigste Fehler ist eine versehentlich angeschlagene tiefe E-Saite. Das tiefe E ist zwar Bestandteil des Akkords, verändert aber den Bass und macht die offene Grundform unnötig schwer kontrollierbar. Achte beim Anschlag darauf, mit dem Plektrum erst ab der A-Saite zu beginnen.

  • Schnarren: Prüfe, ob deine Finger direkt hinter dem Bundstäbchen liegen.
  • Dumpfer Klang: Hebe die Finger leicht an und lasse die Gelenke stärker gekrümmt.
  • Verkrampfte Hand: Reduziere den Druck, bis die Töne gerade noch sauber klingen.
  • Unsichere Wechsel: Übe nur zwei Akkorde gleichzeitig, etwa A-Dur und D-Dur.
  • Unruhiger Rhythmus: Spiele zunächst ohne Akkordwechsel mit einem Metronom bei 60 Schlägen pro Minute.

Ein weiterer Irrtum betrifft den Fingersatz. Es gibt nicht den einen einzig richtigen Weg. Wenn deine Hand mit drei einzelnen Fingern sauberer klingt, ist das völlig in Ordnung. Sauberkeit und entspannte Bewegungen sind wichtiger als ein scheinbar perfekter Lehrbuchgriff.

Der kleine Check vor dem ersten Song

Bevor du den Akkord in ein Lied einbaust, zupfe die fünf klingenden Saiten einzeln an. Jede Saite sollte klar ertönen, ohne Schnarren oder plötzliches Verstummen. Danach spielst du vier langsame Abschläge und wechselst erst dann zum nächsten Akkord.

Wenn der Griff nach einigen Minuten müde macht, lege eine kurze Pause ein. A-Dur ist technisch einfach, aber gerade deshalb lohnt sich eine saubere Gewohnheit von Anfang an. Ein entspannter Griff, ein kontrollierter Anschlag und regelmäßige kurze Übungseinheiten bringen dich schneller weiter als langes, verkrampftes Spielen.

Häufig gestellte Fragen

Die offene Form wird als X02220 notiert. Die tiefe E-Saite bleibt ungespielt, die A-Saite klingt leer und D-, G- sowie H-Saite werden im zweiten Bund gegriffen. Die hohe e-Saite bleibt ebenfalls leer, sodass fünf Saiten erklingen.

Die offene Form klingt luftig und ist für Anfänger sowie Liedbegleitungen besonders geeignet. Ein kleines Barré über D-, G- und H-Saite erleichtert schnelle Wechsel, während die verschiebbare E-Form im fünften Bund als 577655 einen geschlosseneren Klang und mehr Beweglichkeit auf dem Griffbrett bietet.

Geeignete Folgen sind A-Dur, D-Dur, E-Dur sowie A-Dur, E-Dur, D-Dur, A-Dur. Etwas emotionaler klingt A-Dur, Fis-Moll, D-Dur, E-Dur. Übe zunächst langsame Viertelnoten und wiederhole neue Wechsel etwa zehnmal ohne Anschlag der rechten Hand.

Setze die Finger direkt hinter die Bundstäbchen und achte darauf, dass sie benachbarte Saiten nicht berühren. Drücke nur so stark wie nötig und zupfe die fünf klingenden Saiten einzeln an. Beginne den Anschlag erst ab der A-Saite, damit die tiefe E-Saite nicht versehentlich erklingt.

Artikel bewerten

Bewertung: 0.00 Stimmenanzahl: 0

Tags:

akkorde barré akkordfolgen rhythmus fingersatz

Beitrag teilen

Hasan Raab

Hasan Raab

Mein Name ist Hasan Raab und ich bringe 11 Jahre Erfahrung im Bereich Musik mit. Schon früh entdeckte ich meine Leidenschaft für die Vielfalt der Klänge und die Geschichten, die sie erzählen. Diese Faszination hat mich dazu motiviert, mich intensiv mit verschiedenen Musikrichtungen, Künstlern und den kulturellen Hintergründen auseinanderzusetzen. In meinen Beiträgen auf inside-out-live.de möchte ich nicht nur über aktuelle Trends berichten, sondern auch tiefere Einblicke in die Welt der Musik bieten. Ich lege großen Wert darauf, Informationen sorgfältig zu überprüfen und komplexe Themen verständlich zu erklären. Mein Ziel ist es, meinen Lesern einen klaren und informativen Zugang zur Musik zu ermöglichen, damit sie die Vielfalt und die Emotionen, die sie vermittelt, besser nachvollziehen können.

Kommentar schreiben