C.Giant-Gitarre gebraucht kaufen - Preise und Kaufcheck

28. September 2026

Kopf der c.Giant Gitarre mit sechs Saiten und Stimmmechaniken auf Holzuntergrund.

Inhaltsverzeichnis

Eine gebrauchte C-Giant-Gitarre kann ein erstaunlich günstiger Einstieg sein, aber nicht jedes Modell verdient denselben Preis. Ich ordne ein, welche Varianten es gibt, wie die Qualität realistisch einzuschätzen ist, welche Preise 2026 üblich sind und worauf man beim Kauf unbedingt achten sollte.

Die wichtigsten Fakten zur C.Giant-Gitarre auf einen Blick

  • Marke: C.Giant steht vor allem für günstige Akustik-, Konzert- und E-Gitarren.
  • Gebrauchtpreise: Klassische Modelle liegen häufig bei 20 bis 80 Euro, E-Gitarren-Sets meist bei 80 bis 150 Euro.
  • Stärken: niedriger Einstiegspreis, einfache Verfügbarkeit und oft passendes Zubehör.
  • Schwachstellen: schwankende Verarbeitung, schlechte Werkseinstellung und gelegentlich unzuverlässige Elektronik.
  • Kaufentscheidung: Der Zustand ist wichtiger als das Logo auf der Kopfplatte.

Schwarze c giant gitarre liegt auf gemustertem Bettzeug neben einem roten Koffer.

Was hinter C.Giant wirklich steckt

C.Giant war beziehungsweise ist keine klassische Fachhandelsmarke mit einer klar abgegrenzten Premium-Serie, sondern vor allem eine günstige Importmarke. Gitarren und Zubehör tauchten im europäischen Discount- und Gebrauchtmarkt auf, unter anderem in Angeboten von Aldi und ähnlichen Handelskanälen. Die Produktion wurde überwiegend in Asien angesiedelt, während die Instrumente unter verschiedenen Modellbezeichnungen verkauft wurden.

Das erklärt, warum sich zwei Gitarren mit demselben Markennamen deutlich unterscheiden können. Bei günstigen Serien sind Fertigungstoleranzen normal. Ein Exemplar lässt sich nach einem Saitenwechsel gut spielen, während ein anderes einen zu hohen Saitenabstand, unsaubere Bünde oder Probleme mit der Elektronik hat.

Wichtig ist auch die Verwechslungsgefahr mit C.GIG. Dabei handelt es sich um eine eigenständige deutsche Gitarrenmarke im deutlich höherpreisigen Bereich. C.Giant ist dagegen typischerweise im Einsteiger- und Gebrauchtsegment zu finden.

Welche Gitarrenmodelle angeboten wurden

Das Sortiment war nicht auf einen einzigen Gitarrentyp beschränkt. Zu finden sind klassische Konzertgitarren, Westerngitarren, elektrische Modelle und gelegentlich komplette Sets mit Verstärker, Tasche, Kabel und Zubehör. Eine einheitliche Modellpalette mit verlässlich dokumentierten technischen Daten gibt es heute kaum noch.

Variante Typische Nutzung Worauf ich besonders achte
Konzertgitarre 4/4 Unterricht, klassische Stücke, Akkordbegleitung Nylonsaiten, Halsgerade, Steg und Risse an der Decke
Westerngitarre Pop, Folk, Lagerfeuer, Strumming Saitenlage, Halswinkel, Brücke und Deckenwölbung
E-Gitarre Rock, Blues, Pop und erste Bandproben Bünde, Mechaniken, Schalter, Potis und Tonabnehmer
Komplettset Einsteiger ohne eigenes Zubehör Funktion von Verstärker, Kabel und Netzteil

Bei einer klassischen 4/4-Gitarre handelt es sich um die normale Erwachsenengröße. Sie ist für viele Jugendliche und Erwachsene geeignet, kann kleineren Kindern aber zu groß sein. Besonders wichtig ist die Saitenart: Nylonsaiten gehören auf die Konzertgitarre, während eine Westerngitarre für Stahlsaiten ausgelegt ist. Ein falscher Saitensatz kann den Hals oder die Brücke beschädigen.

Bei den E-Gitarren finden sich unter anderem Strat-, Tele- und SG-ähnliche Formen. Die Bezeichnungen beschreiben meist die Bauform, nicht die originale Marke. Klanglich sollte man keine exakte Kopie eines teuren Vorbilds erwarten, für erste Akkorde, Riffs und einfache Aufnahmen können diese Instrumente aber durchaus ausreichen.

Wie gut ist eine C.Giant im Alltag

Meine Einschätzung fällt differenziert aus: Als erste Lern- oder Zweitgitarre kann ein gutes Exemplar sinnvoll sein. Für regelmäßige Auftritte, präzise Intonation und langfristige Ansprüche würde ich mich nicht blind auf die Marke verlassen. Bei günstigen Gitarren macht die einzelne Qualitätsstreuung mehr aus als der Markenname.

Der häufigste Schwachpunkt ist nicht einmal der Korpus, sondern die Einstellung. Eine zu hohe Saitenlage macht Akkorde unnötig anstrengend und führt schnell dazu, dass Anfänger die Motivation verlieren. Ein einfacher Service mit neuen Saiten, Halskontrolle und Oktavreinheit kann viel verbessern, kostet in einer Werkstatt aber oft etwa 40 bis 80 Euro.

Bei E-Gitarren kommen typische Budgetprobleme hinzu. Knisternde Potis, ein wackeliger Schalter oder starkes Brummen sind nicht ungewöhnlich. Ein leichtes Grundrauschen bei Singlecoils ist normal, ein kompletter Signalabbruch beim Bewegen des Kabels dagegen nicht.

Auch beim Klang sollte man realistisch bleiben. Eine C.Giant kann sauber genug für Übungsstunden und einfache Demos klingen, aber sie bietet meist weniger Dynamik, Sustain und Detailauflösung als ein besser verarbeitetes Instrument. Für Einsteiger ist das zunächst weniger entscheidend als ein bequemer Hals und eine saubere Stimmung.

Welche Preise 2026 angemessen sind

Auf dem deutschen Gebrauchtmarkt werden klassische C.Giant-Gitarren derzeit häufig zwischen 20 und 80 Euro angeboten. Einfache Akustikmodelle mit Tasche liegen oft bei 40 bis 60 Euro. Der tatsächliche Wert hängt stark davon ab, ob das Instrument spielbereit ist oder erst repariert werden muss.

Für elektrische Modelle werden je nach Zustand ungefähr 50 bis 100 Euro aufgerufen. Ein funktionierendes Set mit Verstärker, Tasche und Kabel liegt häufig bei 80 bis 150 Euro. Das sind Angebotspreise und keine garantierten Verkaufspreise. Zubehör kann den Preis erhöhen, ersetzt aber keine mangelhafte Gitarre.

Zustand Realistische Einschätzung Mein Preislimit
Stark beschädigt oder unspielbar Nur für Bastler interessant 0 bis 20 Euro
Spielbar, aber mit Gebrauchsspuren Guter günstiger Einstieg 20 bis 50 Euro
Sehr guter Zustand mit Tasche Praktisch als Zweitgitarre 40 bis 80 Euro
E-Gitarren-Set mit funktionierendem Amp Sinnvoll für Anfänger 80 bis 150 Euro

Ich wäre vorsichtig, wenn für eine einfache gebrauchte Konzertgitarre mehr als 70 oder 80 Euro verlangt werden. In diesem Preisbereich gibt es im Fachhandel bereits neue Einsteigerinstrumente, bei denen Rückgaberecht und Garantie den Aufpreis rechtfertigen können. Ein Gebrauchtkauf lohnt sich besonders dann, wenn der Preis niedrig ist und die Gitarre bereits gut eingestellt wurde.

So prüfst du ein gebrauchtes Instrument

Die wichtigste Kontrolle beginnt nicht mit dem Klang, sondern mit dem Hals. Halte die Gitarre in Spielposition und schaue vom Steg in Richtung Kopfplatte. Eine leichte Krümmung ist normal, ein deutlich verdrehter Hals oder eine Wölbung hinter dem 12. Bund sind dagegen Warnzeichen.

Bei Akustik- und Konzertgitarren

  • Prüfe die Decke auf Risse, besonders neben dem Steg und am Schallloch.
  • Kontrolliere, ob sich die Brücke vom Korpus löst.
  • Spiele jeden Bund auf jeder Saite an und achte auf Schnarren.
  • Miss nicht nur die Stimmung, sondern prüfe auch die Intonation am 12. Bund.
  • Frage, ob die richtigen Nylon- oder Stahlsaiten montiert sind.

Ein paar Kratzer sind bei einem günstigen Gebrauchtinstrument nebensächlich. Ein gelöster Steg oder ein struktureller Riss kann die Reparatur dagegen teurer machen als die gesamte Gitarre. Optik ist bei diesem Kauf zweitrangig, Stabilität nicht.

Lesen Sie auch: C-Dur Gitarre lernen: Akkord, Tonleiter & erste Songs meistern

Bei E-Gitarren und Sets

  • Schließe die Gitarre an einen Verstärker an und teste jeden Tonabnehmer.
  • Drehe Lautstärke- und Klangregler langsam durch und achte auf Kratzen.
  • Bewege den Stecker vorsichtig, um Wackelkontakte zu erkennen.
  • Prüfe, ob Mechaniken und Brücke fest sitzen.
  • Teste den Verstärker mit verschiedenen Lautstärken und Kanälen.

Bei einer E-Gitarre sollte die Saitenlage nicht so hoch sein, dass Barré-Akkorde zur Kraftprobe werden. Gleichzeitig darf man von einem sehr günstigen Modell keine perfekte Werksjustierung erwarten. Ein kleiner Einstellaufwand ist akzeptabel, ein verbogener Hals oder nicht funktionierende Elektronik sollte den Kaufpreis aber deutlich drücken.

Für wen sich der Kauf lohnt und wann nicht

Eine C.Giant passt gut zu Menschen, die zunächst herausfinden möchten, ob sie regelmäßig Gitarre spielen. Auch als Reisegitarre, Lagerfeuerinstrument oder Ersatzinstrument kann sie ihren Zweck erfüllen. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist ein günstiger Einstieg vernünftig, solange die Gitarre leicht spielbar ist und nicht wegen technischer Mängel frustriert.

Weniger sinnvoll ist der Kauf, wenn das Instrument fast so viel kostet wie ein neues Einsteigermodell. Das gilt auch für ein E-Gitarren-Set mit defektem Verstärker. Ein günstiger Amp ist zwar austauschbar, aber Reparaturen an Gitarre und Verstärker summieren sich schnell.

Ich würde deshalb nach dieser einfachen Regel entscheiden: unter 40 Euro und spielbereit ist eine C.Giant oft interessant. Zwischen 40 und 80 Euro muss der Zustand wirklich gut sein. Darüber sollte das Zubehör hochwertig sein oder die Gitarre einen außergewöhnlich guten Eindruck machen.

Der beste nächste Schritt vor dem Kauf

Wer eine solche Gitarre entdeckt, sollte sich nicht vom vollständigen Zubehörpaket blenden lassen. Entscheidend sind ein gerader Hals, funktionierende Mechaniken, eine akzeptable Saitenlage und bei E-Gitarren ein störungsfreies Signal.

Für Anfänger empfehle ich, das Instrument vor dem Bezahlen mindestens zehn Minuten selbst zu spielen oder von einer erfahrenen Person prüfen zu lassen. Eine C.Giant muss keine professionelle Studio-Gitarre sein. Wenn sie stimmstabil, bequem und ohne größere Reparatur spielbar ist, kann sie für wenig Geld genau das leisten, was am Anfang zählt: regelmäßig Musik machen.

Häufig gestellte Fragen

Klassische C.Giant-Gitarren kosten häufig 20 bis 80 Euro. Für E-Gitarren werden etwa 50 bis 100 Euro verlangt, komplette Sets mit Verstärker meist 80 bis 150 Euro. Entscheidend sind Spielbarkeit, Zustand und funktionierende Elektronik.

Kontrolliere den Hals auf starke Krümmung oder Verdrehung, die Decke auf Risse und die Brücke auf Ablösungen. Spiele außerdem jeden Bund an und prüfe Saitenlage, Stimmung und Intonation. Bei E-Gitarren solltest du Tonabnehmer, Schalter, Potis, Kabelanschluss und Verstärker testen.

Eine Konzertgitarre ist für Nylonsaiten ausgelegt, während eine Westerngitarre Stahlsaiten benötigt. Ein falscher Saitensatz kann Hals oder Brücke beschädigen. Prüfe deshalb vor dem Kauf, welche Saiten montiert sind.

Ein gutes, spielbereites Exemplar eignet sich als erste Lern- oder Zweitgitarre, Reisegitarre oder Lagerfeuerinstrument. Unter 40 Euro ist der Kauf oft interessant, zwischen 40 und 80 Euro sollte der Zustand sehr gut sein. Für regelmäßige Auftritte und höhere Ansprüche sind Verarbeitungsqualität und Einstellung meist nicht zuverlässig genug.

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Hasan Raab

Hasan Raab

Mein Name ist Hasan Raab und ich bringe 11 Jahre Erfahrung im Bereich Musik mit. Schon früh entdeckte ich meine Leidenschaft für die Vielfalt der Klänge und die Geschichten, die sie erzählen. Diese Faszination hat mich dazu motiviert, mich intensiv mit verschiedenen Musikrichtungen, Künstlern und den kulturellen Hintergründen auseinanderzusetzen. In meinen Beiträgen auf inside-out-live.de möchte ich nicht nur über aktuelle Trends berichten, sondern auch tiefere Einblicke in die Welt der Musik bieten. Ich lege großen Wert darauf, Informationen sorgfältig zu überprüfen und komplexe Themen verständlich zu erklären. Mein Ziel ist es, meinen Lesern einen klaren und informativen Zugang zur Musik zu ermöglichen, damit sie die Vielfalt und die Emotionen, die sie vermittelt, besser nachvollziehen können.

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Kommentare

1
IR

Irma_HH

oh man das ist ja mal n guter artikel, echt hilfreich weil ich grad überlege ob ich mir so ne c.giant gitarre holen soll für den anfang. hab mal bei nem freund auf so ner akustik gespielt und fand das echt cool, aber wollte jetzt nicht gleich tausende ausgeben. diese preise die du nennst 20 bis 80 euro für klassische modelle das ist ja echt n schnäppchen, da kann man ja fast nix falsch machen selbst wenns nicht perfekt ist. das mit den schwankenden verarbeitungen und schlechten werkseinstellungen das ist natürlich so ne sache aber wenn man das weiss kann man ja drauf achten. und das mit dem zustand ist wichtiger als das logo das stimmt total. danke für die tipps, muss jetzt mal schauen wo ich so ein teil finde und dann vielleicht mal selbst ausprobieren. echt super dass du das so ausführlich beschrieben hast. 👍