Wer singt die neue Version von Sound of Silence?

15. Oktober 2026

Der kahlköpfige Sänger singt leidenschaftlich die neue Version von "Sound of Silence" ins Mikrofon.

Inhaltsverzeichnis

Man hört die ersten leisen Takte, wartet auf die bekannte Melodie und plötzlich setzt eine markante Rockstimme ein. Die kurze Antwort auf die Sängerfrage lautet meistens David Draiman von Disturbed. Ich ordne ein, welche Aufnahme gemeint ist, warum sie oft als neue Version bezeichnet wird und woran man sie von anderen Interpretationen unterscheidet.

Die kurze Antwort auf die Sängerfrage

  • David Draiman singt die bekannte Rockversion von Disturbed.
  • Die Aufnahme erschien 2015 auf dem Album Immortalized.
  • Das Original stammt von Simon & Garfunkel und wurde von Paul Simon geschrieben.
  • Die Disturbed-Fassung ist ein orchestriertes Rock-Cover, keine neue Komposition.
  • Eine weitere aktuelle Aufnahme stammt von Dami Im zusammen mit Electric Fields und ist ein anderes Lied.

Wer singt die neue Version von Sound of Silence?

Wenn mit der dramatischen, deutlich härteren Fassung gemeint ist, singt David Draiman, der Frontmann der US-amerikanischen Band Disturbed. Die Version erschien 2015 auf dem Album Immortalized und wurde später durch Radio, Streaming und das eindrucksvolle Musikvideo einem großen Publikum bekannt.

Viele sprechen von der „neuen Version“, obwohl die Aufnahme inzwischen mehr als zehn Jahre alt ist. Aus Sicht vieler Hörer bleibt sie trotzdem die moderne Version, weil sie wesentlich präsenter klingt als das ursprüngliche Folk-Stück. Für mich ist Draimans Stimme dabei der entscheidende Wiedererkennungsfaktor: Sie beginnt kontrolliert und dunkel, bevor sie sich zu einem kraftvollen Höhepunkt steigert.

Was David Draiman aus dem Klassiker macht

Das Original von Simon & Garfunkel lebt von Akustikgitarre, zweistimmigem Gesang und einer zurückgenommenen Folk-Atmosphäre. Paul Simon schrieb den Song, Art Garfunkel und Simon sangen die bekannten Fassungen gemeinsam. Die Wirkung entsteht vor allem durch die leeren Räume zwischen den Tönen.

Disturbed drehen dieses Prinzip um. Aus der stillen Folk-Ballade wird eine breit arrangierte Rockinterpretation mit Klavier, Streichern, Gitarren und einem immer intensiver werdenden Schlagzeug. Der Song bleibt melodisch erkennbar, bekommt aber eine düstere und fast hymnische Spannung.

Aufnahme Interpret Klang Besonderheit
Original Simon & Garfunkel Akustisch, ruhig, filigran Zweistimmiger Folk-Gesang
Rock-Cover Disturbed mit David Draiman Dunkel, orchestral, kraftvoll Starker Spannungsaufbau
Aktuelle Popfassung Dami Im feat. Electric Fields Moderner Pop Andere Komposition mit ähnlichem Titel

Genau deshalb polarisiert die Disturbed-Fassung. Wer die intime Zurückhaltung des Originals liebt, empfindet die Produktion womöglich als zu groß. Ich sehe darin aber keine bloße Veredelung, sondern eine eigenständige Lesart, die den Text über Entfremdung und fehlende Kommunikation in eine moderne Rocksprache übersetzt.

Warum die Aufnahme oft fälschlich als neues Lied gilt

Der Ausdruck „neu“ führt hier leicht in die Irre. The Sound of Silence wurde nicht von Disturbed geschrieben, sondern bereits in den 1960er-Jahren von Paul Simon. Disturbed haben den Song neu interpretiert und arrangiert, die zentrale Melodie und den Text aber beibehalten.

Auch das Original selbst hatte eine ungewöhnliche Entstehungsgeschichte. Die erste Aufnahme war deutlich sparsamer instrumentiert. Erst durch zusätzliche elektrische Instrumente und Schlagzeug entwickelte sich daraus jene Folk-Rock-Fassung, die später zum großen Erfolg von Simon & Garfunkel wurde. Schon beim Original gab es also eine markante musikalische Weiterentwicklung.

Der Begriff „neue Version“ kann deshalb zwei Dinge meinen: entweder die elektrische Fassung von Simon & Garfunkel aus den 1960er-Jahren oder das spätere Cover von Disturbed. Im deutschen Sprachgebrauch ist mit der Frage nach dem neuen Sänger jedoch meistens David Draiman gemeint.

So erkennst du die Disturbed-Version sofort

Am einfachsten lässt sich die Aufnahme am Gesang unterscheiden. Draiman singt nicht im weichen, harmonischen Duettstil von Simon & Garfunkel, sondern mit einer tiefen, rauen und dramatisch kontrollierten Stimme. Besonders gegen Ende wird der Vortrag deutlich intensiver und erinnert stärker an eine Rockballade als an klassischen Folk.

  • Klavier am Anfang: Die Version startet ruhig und fast zerbrechlich.
  • Langsamer Aufbau: Schlagzeug, Streicher und Gitarren kommen schrittweise hinzu.
  • Markanter Solist: Die Stimme klingt nicht nach einem Duett, sondern nach einem einzelnen Rockfrontmann.
  • Großer Schluss: Das Finale ist deutlich lauter und dramatischer als im Original.

Wenn du die Aufnahme in einem Trailer, einer Castingshow oder einer emotionalen Videoszene gehört hast, ist die Wahrscheinlichkeit deshalb hoch, dass es sich um Disturbed handelt. Der charakteristische Aufbau verrät die Version meist schon nach wenigen Sekunden.

Eine wichtige Verwechslung mit Dami Im

Im Jahr 2026 gibt es zusätzlich eine neue Veröffentlichung von Dami Im zusammen mit Electric Fields. Sie trägt den Titel Sound of Silence, ist aber nicht die neue Rockversion des Simon-&-Garfunkel-Klassikers. Dami Im hatte bereits 2016 einen gleichnamigen Popsong veröffentlicht, den sie beim Eurovision Song Contest für Australien sang.

Hier handelt es sich also um zwei unterschiedliche Lieder mit sehr ähnlichem Titel. Dami Ims Stück ist eine Popkomposition, während Disturbed den Klassiker von Paul Simon covern. Wer nach einer aktuellen Veröffentlichung aus dem Popbereich fragt, meint möglicherweise Dami Im. Wer die tiefe Rockstimme und das monumentale Arrangement im Ohr hat, sucht dagegen David Draiman.

Daneben existieren weitere Interpretationen, etwa Chorversionen von Gregorian, Aufnahmen von Pentatonix und zahlreiche instrumentale Bearbeitungen. Sie verändern jedoch nicht die wahrscheinlichste Antwort auf die Sängerfrage: Die bekannteste moderne Rockfassung singt David Draiman.

Welche Aufnahme passt zu deinem Höreindruck

Für eine ruhige, melancholische Stimmung würde ich zum Original von Simon & Garfunkel greifen. Es wirkt zurückhaltend und lässt dem Text viel Raum. Die Disturbed-Version passt besser, wenn du eine intensive, dunkle und emotional aufgeladene Interpretation suchst.

Mein Eindruck nach dem direkten Vergleich ist klar: Das Original erzählt von Stille, Disturbed machen diese Stille spürbar laut. Genau darin liegt die Stärke des Covers und zugleich der Grund, warum es bei Fans des Klassikers so unterschiedliche Reaktionen auslöst.

Häufig gestellte Fragen

David Draiman, der Frontmann von Disturbed, singt die bekannte Rockfassung. Sie erschien 2015 auf dem Album Immortalized.

Sie beginnt ruhig mit Klavier und entwickelt sich durch Streicher, Gitarren und Schlagzeug zu einem dramatischen Finale. Kennzeichnend ist außerdem Draimans tiefe, raue Solostimme statt eines zweistimmigen Duettgesangs.

Nein. Das Original stammt von Simon & Garfunkel und wurde von Paul Simon geschrieben. Disturbed haben den Song als orchestriertes Rock-Cover neu arrangiert, aber Text und zentrale Melodie beibehalten.

Dami Im veröffentlichte 2026 zusammen mit Electric Fields einen gleichnamigen Popsong. Dabei handelt es sich um eine andere Komposition, während Disturbed den Klassiker von Simon & Garfunkel covern.

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Hasan Raab

Hasan Raab

Mein Name ist Hasan Raab und ich bringe 11 Jahre Erfahrung im Bereich Musik mit. Schon früh entdeckte ich meine Leidenschaft für die Vielfalt der Klänge und die Geschichten, die sie erzählen. Diese Faszination hat mich dazu motiviert, mich intensiv mit verschiedenen Musikrichtungen, Künstlern und den kulturellen Hintergründen auseinanderzusetzen. In meinen Beiträgen auf inside-out-live.de möchte ich nicht nur über aktuelle Trends berichten, sondern auch tiefere Einblicke in die Welt der Musik bieten. Ich lege großen Wert darauf, Informationen sorgfältig zu überprüfen und komplexe Themen verständlich zu erklären. Mein Ziel ist es, meinen Lesern einen klaren und informativen Zugang zur Musik zu ermöglichen, damit sie die Vielfalt und die Emotionen, die sie vermittelt, besser nachvollziehen können.

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