Wer für Musik, Podcasts oder den Alltag möglichst wenig ausgeben möchte, stößt schnell auf die AirPods der ersten Generation. Die entscheidende Frage ist heute nicht mehr der alte Apple-Listenpreis, sondern welcher Gebrauchtpreis noch fair ist, wie es um den Akku steht und ob ein neueres Modell langfristig die bessere Wahl darstellt.
Die wichtigsten Zahlen zum Kauf der ersten AirPods
- Ursprünglicher Preis in Deutschland: 179 Euro inklusive Ladecase.
- Gebrauchtpreis 2026: meist etwa 20 bis 50 Euro für ein vollständiges, funktionierendes Set.
- Sehr günstige Angebote unter 20 Euro sind oft defekt, unvollständig oder besonders akkuschwach.
- Größtes Risiko ist der alte Akku, nicht die grundsätzliche Klangqualität.
- Neue Alternative: AirPods 4 starten bei etwa 149 Euro und bieten deutlich modernere Technik.
Wie viel kosten AirPods 1 im Jahr 2026
Die AirPods der ersten Generation kosteten zum Marktstart in Deutschland 179 Euro. Apple stellte sie 2016 zusammen mit dem Ladecase vor. Heute verkauft Apple dieses Modell nicht mehr neu, deshalb gibt es keinen offiziellen aktuellen Neupreis.
Auf dem deutschen Gebrauchtmarkt liegen vollständige Exemplare meistens zwischen 20 und 50 Euro. Für ein gepflegtes Paar mit Ladecase, gutem Akku und sauberer Ladebuchse können rund 40 bis 50 Euro angemessen sein. Bei deutlichen Gebrauchsspuren oder einer schwachen Laufzeit würde ich eher höchstens 20 bis 30 Euro bezahlen.
| Zustand | Realistischer Preis | Meine Einschätzung |
|---|---|---|
| Defekt oder unvollständig | 10 bis 20 Euro | Nur als Ersatzteil oder Bastlerkauf interessant |
| Funktionierend, Akku unbekannt | 20 bis 35 Euro | Nur mit Rückgabemöglichkeit sinnvoll |
| Guter Zustand mit Ladecase | 35 bis 50 Euro | Faire Obergrenze für ein privates Angebot |
| Sehr guter Zustand mit nachweisbar gutem Akku | 50 bis 70 Euro | Nur mit Händlergarantie vertretbar |
Die Preise bei Kleinanzeigen zeigen, dass viele private Angebote im Bereich von 15 bis 40 Euro liegen. Einzelne Verkäufer verlangen mehr, doch ein hoher Preis macht die AirPods nicht automatisch besser. Gerade bei diesem alten Modell entscheidet der tatsächliche Akkuzustand stärker als die äußere Optik.
Warum der Akkuzustand den Preis stärker bestimmt als die Optik
Technisch waren die ersten AirPods für ihre Zeit bemerkenswert. Der Apple-W1-Chip ermöglichte eine einfache Verbindung mit iPhone, iPad und Mac, während eine Ladung laut Apple bis zu fünf Stunden Musikwiedergabe bot. Zusammen mit dem Ladecase waren ursprünglich mehr als 24 Stunden Hörzeit vorgesehen.
Das Problem liegt im Alter. Die integrierten Akkus lassen sich nicht einfach vom Nutzer austauschen, und ein Modell aus dem Jahr 2016 kann selbst bei wenig sichtbaren Gebrauchsspuren deutlich an Laufzeit verloren haben. Wenn nach 30 bis 60 Minuten Musik bereits nachgeladen werden muss, sind 40 Euro aus meiner Sicht kein Schnäppchen mehr.
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Darauf prüfe ich vor dem Kauf
- Spielen beide Ohrhörer gleich laut und ohne Knacken?
- Verbindet sich das Ladecase zuverlässig mit dem iPhone?
- Laden beide AirPods, sobald sie im Case liegen?
- Hält der Akku bei einem kurzen Musiktest mindestens ungefähr eine bis zwei Stunden?
- Ist das Ladecase dabei und funktioniert die Lightning-Buchse?
- Kann der Verkäufer eine Seriennummer, einen Kaufbeleg oder zumindest einen Verbindungstest zeigen?
Besonders wichtig ist der Unterschied zwischen einem kurzen Funktionstest und einer realistischen Prüfung. Ein Ohrhörer, der zehn Minuten Musik wiedergibt, ist nicht automatisch ein guter Kauf. Ich würde bei unbekannter Akkulaufzeit immer einen niedrigeren Preis ansetzen oder nur mit Rückgabe- beziehungsweise Käuferschutz kaufen.
Lohnt sich der günstige Preis noch für Musik und Podcasts
Für einfache Nutzung können die AirPods 1 noch ausreichen. Stimmen bei Podcasts und Telefonaten sind verständlich, die offene Bauform wirkt beim Pendeln angenehm, und die automatische Verbindung mit Apple-Geräten funktioniert meist unkompliziert. Wer nur gelegentlich eine Playlist hört und bereits ein iPhone besitzt, kann mit einem funktionierenden Paar durchaus zufrieden sein.
Beim Musikhören sollte man die Erwartungen aber realistisch halten. Die AirPods bieten keine aktive Geräuschunterdrückung, keinen modernen Transparenzmodus und kein 3D-Audio mit dynamischer Kopferfassung. In Bus, Bahn oder auf einer lauten Straße geht deshalb viel Detail verloren, selbst wenn die Wiedergabe im ruhigen Wohnzimmer noch ordentlich klingt.
Auch bei aktuellen Betriebssystemen und Komfortfunktionen sind die Grenzen deutlich. Die AirPods 1 unterstützen zwar grundlegende Bluetooth-Wiedergabe, aber viele Funktionen neuerer Generationen fehlen. Für mich sind sie deshalb vor allem dann interessant, wenn der Preis sehr niedrig ist und die Nutzung auf gelegentliche Musik, Hörbücher oder Telefonate beschränkt bleibt.
AirPods 1 im Vergleich zu neueren Modellen
Der Preisabstand zu neueren AirPods kann größer wirken, als er in der Praxis ist. AirPods 4 kosten bei Apple aktuell 149 Euro ohne aktive Geräuschunterdrückung beziehungsweise 199 Euro mit ANC. Im Preisvergleich sind Standardmodelle teilweise ab ungefähr 120 Euro erhältlich, abhängig von Händler und Angebot.
| Modell | Preisniveau | Wichtiger Vorteil | Für wen geeignet |
|---|---|---|---|
| AirPods 1 gebraucht | 20 bis 50 Euro | Sehr günstiger Einstieg ins Apple-Ökosystem | Gelegenheitsnutzer mit kleinem Budget |
| AirPods 2 gebraucht | Etwa 50 bis 90 Euro | Etwas modernerer Chip und bessere Alltagstauglichkeit | iPhone-Nutzer, die günstig bleiben möchten |
| AirPods 4 neu | Etwa 120 bis 149 Euro | USB-C, H2-Chip, 3D-Audio und längere Zukunftssicherheit | Regelmäßige Musik- und Podcast-Hörer |
| AirPods 4 mit ANC | Etwa 157 bis 199 Euro | Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus | Pendler und Nutzer in lauter Umgebung |
Meine Faustregel ist einfach. Kostet ein gebrauchtes Paar der ersten Generation mehr als 50 Euro, würde ich zuerst nach AirPods 2 oder einem Angebot für AirPods 4 schauen. Der Aufpreis bringt nicht nur neue Funktionen, sondern auch einen deutlich frischeren Akku und meist weniger Ärger beim täglichen Laden.
So vermeidest du Fehlkäufe bei gebrauchten AirPods
Bei extrem günstigen Angeboten besteht ein erhöhtes Risiko für Fälschungen. Eine Seriennummer allein reicht dabei nicht als Beweis, weil sie von Kopien übernommen werden kann. Ich achte deshalb auf die Verarbeitungsqualität, die Animation beim Öffnen des Cases, die korrekte Anzeige beider Ohrhörer und einen glaubwürdigen Kaufnachweis.
Hygiene ist ebenfalls ein praktischer Punkt. Die Ohrhörer sollten vor der Nutzung mit einem geeigneten, leicht angefeuchteten Tuch gereinigt werden, ohne Flüssigkeit in Lautsprechergitter oder Ladebuchse zu drücken. Fehlen Ladecase, beide Hörer oder ein funktionierendes Mikrofon, sollte der Preis klar sinken.
Beim Privatkauf würde ich vor Ort einen kurzen Test mit eigener Musik machen. Bei einem Händler darf das Angebot etwas teurer sein, wenn dafür Garantie und Rückgaberecht enthalten sind. Genau dieser Schutz kann den kleinen Preisvorteil eines privaten Kaufs schnell ausgleichen.
Der faire Preis hängt am Akku, nicht am Apple-Logo
Wer unbedingt möglichst günstig in die Apple-Welt einsteigen möchte, findet funktionierende AirPods 1 im Jahr 2026 meist für 20 bis 50 Euro. Unter 30 Euro kann der Kauf sinnvoll sein, wenn beide Hörer, das Case und die Verbindung funktionieren.
Bei Preisen ab 50 Euro werde ich skeptisch, weil das Alter des Akkus den Vorteil schnell zunichtemacht. Für regelmäßiges Musikhören, lange Zugfahrten oder eine zuverlässige Nutzung über mehrere Jahre sind neuere AirPods meistens die bessere Investition, auch wenn sie zunächst mehr kosten.